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Was heißt hier Lärm?

Jeder kennt ihn, aber jeder versteht unter Lärm etwas anderes. Laut Volksmund machen Lärm immer nur die anderen. Lärm wird von den “Opfern” als unerwünschter oder störender lauter Schall verstanden. Die Experten sagen: Lärm ist definiert als ein lauter Geräuschpegel oder hoher Schalldruckpegel mit einer starken subjektiven Negativ-Komponente.

Besonders störend ist in Norderstedt der Verkehrs- und Fluglärm. Es gilt als medizinisch erwiesen, dass ein Lärmpegel von über 65 dB(A) tagsüber und oberhalb 55 dB(A) nachts gesundheitsschädigend sind. Letzte Erhebungen zeigen, dass mehr als 7% der Bevölkerung davon betroffen sind

Der Schalldruckpegel dB(A)

Das menschliche Ohr reagiert auf Schalldruckschwankungen sehr empfindlich. Die Hörschwelle liegt bei ca.
20 x 10-6 Pascal, die Schmerzschwelle bei ca. 100 Pascal. Diese große Spanne ist mathematisch sehr umständlich zu handhaben. Da das Ohr logarithmisch auf Reize reagiert, liegt es nahe, diese Schalldruckschwankungen als logarithmisches Verhältnis eines Messwertes zu dem Hörschwellenwert auszudrücken. Dieses log. Verhältnis wird als Dezibel oder dB bezeichnet.

Nun ist das Ohr je nach Tonhöhe unterschiedlich empfindlich. Hohe Töne werden empfindlicher wahrgenommen als tiefe Töne. Diese Tonhöhen- oder Frequenzabhängigkeit des Ohrs wird messtechnisch international durch die
A-Bewertungskurve nachgebildet. Schalldruckpegel werden somit im allgemeinen in dB(A) gemessen.